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25. Swisse Alpine Marathon Davos (CH) von Dieter Merten

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Es war Samstag, 31.07.2010 um 4.45 Uhr in einem Hotel in Klosters(Nähe Davos). Der Wecker klingelte oder besser gesagt war das gar nicht mehr notwendig, da ich in dieser Nacht nicht besonders gut geschlafen hatte. Unser Hotel hatte an diesem Morgen einen besonderen Frühstücksservice um 5 Uhr angeboten und siehe da, es hatten sich noch weitere 5 Läufer eingefunden, die alle um 8.00 Uhr am Startplatz in Davos sein wollten. Um 6.15 Uhr ging es dann mit der Bahn direkt nach Davos, genug Zeit um auf dem Sportgelände noch ein Schwätzchen mit Andrea Tuffli(dem „Urvater“ und Hauptorganisator des Swissalpine Marathons seit 25 Jahren) zu halten. Zwei Tage zuvor hatte ich das Glück, ihn bei der Fahrt mit dem Bernina - Express  nach Tirano persönlich kennenzulernen. Gegen 7.15 wurde es allmählich immer trubeliger auf dem Gelände und es hieß jetzt noch rasch den Kleiderbeutel abgeben und langsam warmlaufen. Dieses war denn auch von Nöten, war es doch trotz strahlendem Sonnenschein noch recht kühle 5 Grad. Pünktlich um 8.00 Uhr ging es dann endlich los. Begleitet von der „Hymne“ „Conquest of Paradise“ machten sich etwa 2.300 LäuferInnen der Distanzen K78, C 42 und K 31 auf den Weg in die Berge. Begleitet von 2 Helikoptern war alleine dieses Szenario schon etwas Besonderes. Zunächst ging es ca. 4 Kilometer durch den Ort Davos und schon jetzt in der Frühe säumten viele Menschen die Straßen und feuerten uns an. Noch ging es auf Asphalt immer recht seicht und fast ebenerdig rauf und runter, doch schon bald sollte die erste „Bergwertung“ bei Kilometer 10 kommen. Serpentinenartig zog sich die recht knackige Steigung bis fast hinter den Ort Monstein und schon bald ging es über Wald und Wiesentrails weiter. Jetzt hieß es Aufpassen, hatten doch gerade die in den letzten Tagen niedergegangenen Regengüsse für rutschiges Gelände gesorgt. Teilweise war sowohl bei Bergauf-als auch bei Bergabpassagen kein Überholen mehr möglich, da die Wege immer schmaler wurden. Durch die romantische Zügenschlucht – bei der immer wieder steile Felswände unseren Weg säumten und der Weg durch einige Felsentunnel führte - ging es nun in den Ort Wiesen. Nach einer weiteren Getränkestation liefen wir nun über das spektakuläre Wiesner Viadukt und wie sollte es auch anders sein, kam uns zu diesem Zeitpunkt die Schmalspurbahn der Rhätischen Eisenbahn langsam entgegen. Viele Reisende hatten die Fenster geöffnet und winkten der „LäuferInnengemeinde“ zu – Motivation vom Zug aus hatte ich bisher so noch nicht erlebt-  Wohl dem, der jetzt noch genug „Körner hatte“, ab Kilometer 26 bis etwa 29 ging es noch einmal recht steil über rutschige Serpentinen den Berg hinauf, bevor dann schon die ersten Höfe des Bergdorfes Filisur auftauchten. In einer 2 Kilometer langen Bergabpassage kamen die Lautsprecherdurchsagen des dortigen Zieleinlaufes immer näher und nach 2 Stunden und 53 Minuten hatte ich das Zeil des K31 erreicht. Für die LäuferInnen des C42 und K 78 sollte es jetzt erst richtig losgehen. Für mich war dies der bisher schönste Landschaftslauf. Ohne eine Zeitvorgabe(unter 3 Stunden wollte ich dann schon bleiben) und ausgerüstet mit einer Camera(siehe Fotostrecke) ist dieser Berglauf sicherlich nicht nur  für mich auch mit keiner anderen Distanz vergleichbar. Alles in allem ist der Swissalpine eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung, die von der Planung, Ablauf und Durchführung keine Wünsche offen ließ. Wenn ich Sterne zu vergeben hätte, dann wären es *****: 

Grüetzi mitanand!

Dieter Merten