LGO BOCHUM 1981 e.V.

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9. Volksbank Marathon Münster von Dirk Spitz

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Ausreden gibt es nicht! Aber was soll ich machen?

Ja da sind wir beim Münster Marathon. Nach dem Dirk H. (Schleswig) und ich uns zur Kombi Enschede-Halbmarathon und Münster-Marathon angemeldet hatten, stand also ein Marathon im September an.  Also musste ich im Urlaub trainieren, Greif, Steffney oder Röhtlin? wonach sollte ich es machen? Ich konzentrierte mich auf Purat´s Worte: lange Läufe 35 plus X! und der Rest war Spitz and GO! Ein Beispiel: Ein Langer Lauf am Morgen, dann Strand und abends ein Wettkampf im HM-Tempo.  Oder samstags nur 30 Km und Sonntag ein 20 Km Wettkampf im Gelände im Marathon Tempo. Mehr Details gebe ich noch nicht Preis!
Also los geht es. Klaus, er will die Spannung aufbauen, und ich fahren Samstag nach Münster um die Startunterlagen abzuholen. In Haltern werden wir auf der A43 durch eine Vollsperrung gestoppt, weiter geht es über Land. 1:45 Std. von Bochum bis Münster. Ich habe Durst, zum Glück gibt es Wasser vom Stand des Frankfurt- Marathons, mein Desaster in den letzten beiden Jahren! Aber ich erziele einen kleinen Sieg bei der Körper-Fett-Messung. Dann treffen wir noch auf Rainer von Lauflust, welcher uns auf die Anmeldung von Egmond aufmerksam macht.
Die Nacht war ruhig und ab Samstagabend keine Kippe mehr! Aber eine leckere Flasche Fiege Pils. Am Morgen würge ich mir ein BIO-VOLLKORN Brötchen mit Butter und Honig rein, eigentlich wollte ich zwei essen, aber es geht nicht mehr. Um 7 Uhr holt uns Dirk H. ab, Franky, welcher seinen Flug zum Triathlon WM Finale verpasst hatte, begleitet uns. Franky und Cornelia reden darüber, dass es heute keine Ausreden mehr gibt! Nachdem wir Cornelia bei der Ärztekammer abgesetzt hatten, ging es weiter zum Parkplatz direkt am Start. Es herrscht Stille, keiner will so Recht mit der Sprache raus. Ich überlege, volles Risiko oder 3:15 Std.- Gruppe. Dann treffen wir auch Klaus und Stefan, welcher auf einer Startnummer nur einen langen Lauf machen will. Stefan, Dirk H. und ich stehen im ersten Startblock, Klaus weiter vorne, ich gehe noch kurz zu ihm und wünsche ihm viel Erfolg. Los geht es, ich habe mich entschieden 4:30er Tempo, also alles! Ich laufe sehr kontrolliert, ab und zu sehe ich Dirk und Stefan im Augenwinkel, machen die einen auf Bömmel? Nein es gibt keinen Wind! Nach ca. 15 Km überholt mich Dirk, ich will nicht reden, hören lieber die Musik von Armin van Buuren (NL) und halte mein Tempo. Dirk H. verabschiedet sich Meter um Meter, ich bleibe locker und achte mehr und mehr auf meine Atmung. In meinen Ohren klingt“ Not giving up on Love“  Ich überhole einen Läufer vom TV Werne, welcher mich freundlich grüßt. Halbmarathon unter 1:35 Std., geil es passt. Also locker weiter. Mir kommen so einige Läufer/innen schon entgegen. Ich laufe fast immer alleine, jede Getränkestation nehme ich mit. Immer locker und mit der richtigen Atmung. Bei Km 28 sehe ich Elli und Dirk vom TV Werne, welche wohl mit dem Fahrrad zum anfeuern kamen. Ich rufe noch: Ihr faulen Säcke! Und bekomme noch mal eine Motivation, Elli war in Hamburg schneller als Bömmel! Na die Zeit packst du doch. Aber ein paar Minuten später, sehe ich Klaus und Oli, welcher Klaus auf den letzten Km begleiten wollte, am Straßenrand. NEIN, ich geben ihn ein Zeichen nichts zu sagen. Ich bin durcheinander, eigentlich schon länger, aber jetzt spielt sich wohl was in mir ab; KOPFKINO. Nach 2 Km habe ich wieder beruhigt, aber jetzt gehen die Rechenspielchen los. Beim Verpflegungspunkt Km 35 trinke ich in Ruhe 2 Becher Cola und sage mir, WENN NICHT JETZT WANN DANN? Also los, Bestzeit ist sicher, aber was hast du noch drauf? Also Augen zu und durch. In meinen Ohren klingt „Coming Home“  Ich habe jetzt den Tunnelblick, Trikot auf, damit meine Glücksbringerkette seine Wirkung zeigt. Es geht hinein nach Münster-City, eine kleine Baustelle noch und die Kurve, dann höre ich auch meinen Namen von der Moderation, trotz der geilen Musik in meinen Ohren! Ich laufe ins Ziel mit dem Finger vor dem Mund „Lieber schweigen und es verwirklichen! Ein Blick auf die Uhr, unter 3:14 Std.!!!!!!!!!! Siehe Video. Und sofort die Faust! BESTZEIT!!!Ich gehe locker weiter, Dirk H. kommt auf mich zu. Ich winke ab, die Fahnen-Ketten über der Altstadt machen mich schwindelig. Ich gehe zu einer Bank und gehe in mich. Nach ein paar Minuten habe ich mich erholt. Ich besorge mir was zu trinken und beglückwünsche Dirk H. zu seinem Lauf. Bei ihm steht auch Birgit Schönherr-Hölscher. Dirk und ich machen uns auf den Weg zum Auto, nachdem wir unsere Finisher-Shirts und Dirk H. noch ein alkoholfreies Weizenbier abholten. Der Weg wird länger und länger. Endlich am Auto angekommen, trudelt  auch Franky ein. Na Franky, da hast du aber heute mal großen Sport gesehen, werfe ich ihm zu. Wir entschließen uns nicht zu duschen. Also warme Sachen an und ab nach Hause.
Ich danken Allen die mich dabei unterstützt haben: Familie, Freunde, Mitläufer, meinem Physiotherapeut Alfred Büscher und allen Anderen.