Also, ich denke, es ist an der Zeit die direkte Trainingsvorbereitung meinerseits zu überdenken. Am letzten Wochenende musste ich beim Münster-Marathon bei 30 km mit derben Muskelproblemen aussteigen, obwohl ich vorher alkohol- und feierfrei gelebt und die Beine die Woche lang "hochgelegt" hatte. Die "Vorbereitung" auf den 10 km Lauf in Rheinberg sah nun mal ganz anders aus:
Samstag Vormittag: Mountainbiken
Nachmittags: Shoppen in Duisburg
Abends: Federweißer, Bier und Pizza
Nachts: Tanzen, Trinken, Feiern im Pulp in Duisburg bis 5 Uhr.... um 6:15 Uhr lag ich im Bett, um 10 Uhr war die Nacht zuende.
Die Strecke kannte ich, der Start war zu studentenfreundlicher Zeit um 16 Uhr und ich selber hatte mir keinen sonderlichen Druck gemacht - einfach, wie schon 2 Mal zuvor, einen wirklich stimmungsvollen Stadtlauf erleben.
Am Start war dann auch der mehrfache Sieger der letzten Jahre Thorsten Kwekkeboom (LG Alpen). Beim Warmlaufen kam ein weiterer dynamisch wirkender Läufer der LG Alpen auf mich zu und ich erfuhr, dass Thorsten wohl einen Laufkollegen "ziehen" wollte. Naja, im vorderen Startfeld stand ich dann zwischen so einigen Läufern der LG Alpen und es ging los. 4 Mal um die Innenstadt. Das Tempo zu Beginn immer so um 3:40 rum, vielleicht mal etwas ruhiger. Ich dachte, vielleicht laufen einige andere Läufer der 6 Mann starken Führungsgruppe auch erstmal "nur mit" und warten was passiert. So versuchte ich auch zu taktieren und blieb einfach mal dabei. Mal war ich vorne, mal ein, zwei Meter dahinter. In der dritten Runde merkte ich, dass von 3 der verbliebenen 5 Läufer das Tempo nur schwer halten können. Obwohl offenbar anders gedacht, setzte sich Thorsten nach vorn etwas ab, da sein "Schützling" das Tempo nicht mitgehen konnte. Bereits nach einigen hundert Metern hatten wir (Thorsten und ich) eine Lücke rausgelaufen und ab da hoffte ich, Platz 2 wird schon klappen. Thorsten ist normalerweise doch einiges schneller, wir unterhielten uns kurz und er meinte, er sei nicht im Training. Naja, zwei kurze Tempoverschärfungen konnte ich mitgehen und auf dem letzten Kilometer konnte ich mich letztlich doch gut absetzen und den Lauf gewinnen.
Wie schon oft war auch meine Tante (Hildegard Litz, die Stolperer) mit von der Partie, auch sie war nach dem Lauf wieder mal von der Stimmung angetan.
Aus einer Wette beim Lauf 2009 entstanden, konnte mein Vater (Franz-Josef Eickel) seine Premiere über 10 km feieren und erreichte erschöpft aber zufrieden das Ziel.
Trotz leichtem Unwohlsein und Müdigkeit am Start ein doch erfolgreicher und spannender Lauf!





