Zur Jubiläumsauflage des Soester Stadtlaufes zeigte sich der Herbst von seiner besten Seite.Sommliche Temperaturen, böhiges Wetter und ordentlich Sonne - in Kombination mit der guten Stimmung durch die engagierten Zuschauer und der schönen Altstadtkulisse ergibt sich ein wirklich wunderbares Laufflair. Die Rundstrecke ist 5 Mal zu druchlaufen, so bekommt man auch 5 Mal den "Schub" der Zuschauer und besondersder "angeradelten" Bekannten (Judith, Oliver und meiner Mutter) mit. Vor 8 Jahren lief ich hier meinen ersten Wettkampf, und habe zu Soest als meiner "Heimatstadt" sowieso einen persönlichen Bezug. So, passte heute alles, aber die übliche Anspannung vor dem Start war trotzdem da, dass muss aber wahrscheinlich auch so. Der Start verzögerte sich etwas, da im Ganzen bei der Veranstaltung 18 Läufe statt finden und der 10Km Hauptlauf den Abschluss bildet. Naja, genug Zeit erstmal noch mit den vielen Bekannten, ob aktiv oder passiv, zu quatschen. Roland war für mich klar ein Anwärter fürs Treppchen, Lucien Cramer sicher wieder bei den Frauen weit vorne, wobei auch Barbara Thiel ähnlich schnell läuft. Am Start war auch der mehrmalige Sieger Guido Kuhlmann, der, laut Roland, wohl auch ganz vorne sein dürfte. Bereits einige Meter nach dem Start konnte ich den Führenden auf der winkeligen Strecke schon nicht mehr sehen, dabei war mein erster Kilometer auch gut unter 3:30 Min. Schnell zogen Roland und ein "Begleiter" auf 4 und 5 davon. Direkt hinter mir lief die ersten 2 Runden der Sieger von 2006, der mich damals um einige Sekunden geschlagen hatte. Irgendwann sah ich, dass der Läufer vor mir näher kam und konnte mich auch etwas von meinem Hintermann lösen, so war ich in der 3. Runde auf Platz 5. Bald tauchte aber wieder jemand von hinten her auf und kam zügig näher. "Sch..." dachte ich, aber mehr als rankommen war scheinbar nicht drin. Als Oli mir dann noch die 4. zeigte und es in die letzte Runde ging, setzte ich voll auf 2 schnelle Kilometer und konnte mich auch irgendwann nach x Ecken und Antritten etwas lösen - am Ende tickte die Uhr auf die 36 zu und mein Verfolger war einige Sekunden in Rückstand geraten. In 35:53 kam ich dann ins Ziel vor dem alten Soester Rathaus. Ordentlich verausgabt, aber wohl auch wegender hartnäckigen Verfolger, endlich mal wieder in einer Sub-36... die Pizza anschließend schmeckte daher um so besser.





