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7. FALKE Rothaarsteiglauf von Klaus Eickel

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Nebel hängt über den Bergen des Sauerlandes, das Thermometer zeigt 7°C und die regenfeuchte Luft Bochums ist der nur noch feuchten Luft Schmallenbergs gewichen. Schon vor Wochen erzählte Oli mir, dass der Rothaarsteig-Lauf mit seinen 560 positiven Höhenmetern auf 22,1 km keine schnelle aber eine landschaftlich wie kräftetechnisch besondere Veranstaltung ist. Das Höhenprofil ist quasi eine Rampe, bis km12 geht's fast ausschließlich bergan, danach Schuss bergab, bis auf die letzten 6km, die meist flach durchs Tal verlaufen. Nun gut, jetzt war Samstagmorgen und ich stehe noch leicht verplant bei Oli und Judith zur Abfahrt parat. Mit an Bord ist neben Roland auch Dieter, ein Bekannter aus Düsseldorf. In Fleckenberg angekommen stelle ich fest, dass ich mit Kurz-Kurz (Singlet&kurzer Laufhose) nicht gerade im Durchschnitt liege - es ist aber auch was kalt und feucht! Nun ein langes Oberteil habe ich noch dabei und das muss dann reichen. Bei der Meldung bekommt man für seine gezahlten 22 EUR noch ein FALKE Shirt dabei, wir aber leider nur noch in Größen, in die wir hoffentlich nicht so schnell reinwachsen. Um 12 Uhr fällt der Startschuss. Der Favorit und mehrfache Sieger setzt sich nach gut 1 Km am ersten starken Anstieg direkt ab. Auch Roland, Vorjahres 2., kann etwas Raum zwischen sich und die Folgenden bringen. Zu meiner eigenen Verwunderung hat Oli recht, ich bin besser am Berg geworden und finde mich in einer 4 Mann Gruppe wieder, in der es von nun an scheinbar um Platz 3 geht. Auf den ersten 5 km kann man zwischen bergauf und stark bergauf wählen. Erst mal im Tritt, klappt das aber recht gut. Wir rotieren relativ viel und bis zur ersten kurzen ebenen Passage, bleiben wir eng zusammen. Nun folgen immer mehr Anstiege, aber auch einige kurze Gefälle. Einer von uns vieren, zu denen auch Oli gehört, scheint bergab gut Druck machen zu können und ich "befürchte", dass er bald von Dannen zieht. Tat er irgendwann auch, aber nach nicht nach vorne. Neben den Anstiegen kommen nun noch etwas schwerer zu laufende Teilstücke, mit Pfützen, nassem Gras und glitschigem Lehmboden, das haut dann schon ordentlich rein, zumal ich regelrecht merke, wie viel Kraft ins Ausgleichen und Wegrutschen geht. Oben angekommen geht es erstmal gut 3km wirklich steil bergab. Oli fällt rund 10 Sek. zurück und erstmal geht es bergab echt gut. Ein weiterer Läufer und ich haben laut meiner Garmin zwischen durch gut unter 3min-Tempo drauf und die Teilstücke quer durch den Wald, ohne befestigte Wege, machen echt Spaß. Irgendwann meldet sich A) mein Magen in gewohnt unangenehmer Weise etwas und B) tut es auch bergab irgendwann weh. Im Tal angekommen verläuft die Strecke meist an einem kleinen Fluss entlang, die ein oder andere hölzerne Fußgängerbrücke und noch 2-3 kleinere Hügel und die Kilometer fallen. Noch 4,3... weder der andere noch ich kann mich irgendwie absetzen. Mmh, doof - 3. ist doch wesentlich cooler als 4. - und so probiere ich im Angesicht meiner Sprintschwäche auf den letzten Metern das Tempo auf den letzten 1,3 km nochmal etwas anzuziehen. Und siehe da, es tut weh, aber hat geklappt. 18 Sek. rausgelaufen und mit einem Blumenstrauß im Ziel als 3. Gesamt gut fertig angekommen. Rund 30 Sek. danach kommt Oli, auch zufrieden, ins Ziel. Den Zieleinlauf von Judith und Dieter höre ich nur, weil ich möglichst schnell unter die originellen Bundeswehr-Feldduschen will. Wie es sich für das Sauerland gehört, finden wir nach Dusche und Massage, reichlich Kuchen und eine nette Atmosphäre in der Schützenhalle und warten auf die Siegerehrung. Auf der Rückfahrt bin ich k.o., aber noch ist alles gut. Nach 2-3 Bier auf der Polterhochzeit am Abend merke ich dann aber doch, ein echt schöner und anspruchsvoller Lauf, der doch einiges an Kräften kostet.