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27. Nikolauslauf Herdecke von Klaus Eickel

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Wenn ein Lauf in der 27. Auflage immer noch so beliebt ist, sollte man wahrscheinlich nicht viel ändern, es scheint ja anzukommen. Dieses Jahr war der Ruderklub Herdecke allerdings gezwungen die Traditionsstrecke von 9,6 km rund um den Hengsteysee abzuändern. Der Streckverlauf auf der Nordseite, der eigentlich eine "schön-knackige" Anstiege hat, war wegen Steinschlaggefahr gesperrt. Nun sollte die Strecke komplett an der Südseite verlaufen, und wurde wegen Vereisung auf 8.8 km gekürzt. Nun auch 8,8 km reichen um sich dicke Waden zu holen!
Beim Warmlaufen entschieden Tobias und ich uns, dass wir doch auf Spikes wechseln sollten. Das Umschrauben der Dornen klappte aber in der Hektik nicht wirklich und so blieb Tobias bei seinem Crossschuh, ich nahm zwar die Spikes allerdings ohne wirkliche Dornen, sondern nur mit kurzen Noppen. Naja, Spikes heißt halt Vorfußlauf und das wiederum dicke Waden!
Der Start in Herdecke ist immer was besonderes. Auf rund 100 m Breite rennen rund 750 wild gewordene Läufer los. Frei nach dem Motto wer zuerst einen der 2 engen Wege trifft gewinnt. Denn nach einigen Meter kommt der Gedränge und die Strecke wird zum Fahrradweg. Naja, den Teil hatte ich schonmal verpennt und lag irgendwo hinter 20-30 anderen. Auf dem ersten Kilometer hieß es also kreuz und quer und Seitenstreifen, Hauptsache überholen. Dann fand sich zügig eine Dreiergruppe, vor uns die ersten Drei. Tobias und Dominik Asmuth (TGH Wetter), sowie der spätere Sieger Simon Quent (MC Menden). Trotz meiner Erkältung fühlte ich mich erstmal ganz gut, und es lief, meist klemmte ich mich etwas hinter die anderen beiden. Wo man aber wegen des Schnees besser etwas "auf Sicht" laufen sollte, zog ich auch schon mal raus. Bis so zum 6 km erstmal nix wildes. Dann merke ich, dass meine Waden auch Aufmerksamkeit suchten und es doch was anderes ist mit Spikes zu laufen. Naja, die 2.8 km werden die wohl noch mitmachen. Irgendwann konnten wir dann Dominik einholen, wo bei wir waren dann auch nur noch zu zweit. Insgesamt also drei Läufer für Platz 3. Wirklich was zusetzen konnte ich allerdings nicht mehr und als Dominik so ca. 5-10 m rauslaufen konnte, fehlte einfach die letzte Idee Tempo, um da nochmal ranzukommen. Im Ziel standen dann 2 Sekunden zwischen meinem 4. und dem 3. Platz - naja, eine schöne Rutschpartie war es und mit allen 4 LGOlern unter 40 min. sieht das Ergebnis doch schon ganz gut aus. In diesem Sinne: schönen Advent!