LGO BOCHUM 1981 e.V.

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5. Ruhrtal-Marathon von Klaus Eickel

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Im Vergleich zu meinem ersten Start im vergangenen Jahr war es heute eher nasskalt, der Regen sollte sich laut Tagesschau-Wetter noch bis mittags zurückhalten, aber die Temperaturen zeigten schon deutlich Richtung Herbst. Naja, was soll's. Morgens schnell gefrühstückt, noch eben am Hallenbad vorbei, weil ich da gestern meine Kontaktlinsen verbaselt hatte und dann per Rad zur Laakebrücke/Kemnadersee.
Noch passend zur Nachmeldung, 30min vorm Start, war ich dort und konnte mich noch in Ruhe umziehen. Ich traf schnell den ein oder anderen Bekannten: "Titelverteidigung, Klaus?!" - Gut möglich, dachte ich mir, wenn's mit der Zeit aus 2010 für den Sieg reicht, sollte das gut gehen und nicht allzuviele Körner kosten.
Kam dann natürlich alles anders. Dieses Mal wollte ich gleich vorne in der ersten Gruppe bleiben, da mir die beiden anderen nicht bekannt vorkamen und ich so lieber alles im Blick behalten wollte. Naja, die ersten flachen Kilometer am Kemnader waren dann alle so im 4min/km-Tempo, mal einige Sekunden schneller, aber insgesamt gut unter 40 Minuten nach 10km.
Wir waren zu dritt und es sah bereits jetzt deutlich danach aus, dass die Podestplätze auch unter uns ausgemacht würden.
Eigentlich war mir das Tempo etwas zu hoch, gerade im Hinblick auf meinen geplanten Start in Frankfurt Ende Oktober, aber erst mal "weitermachen", dachte ich mir. Nach 15km zog Jan-Hendrik Hans das Tempo an und Marco Schwake und ich wollten nicht so wirklich hinterher rennen. Auf der langen Bahntrasse konnte man quasi sehen, wie der Abstand anwuchs.
Beim Quatschen auf den ersten Kilometern hatte ich angemerkt, dass es ab 21km profiliert würde, und man sich da nicht verschätzen solle. Jan-Hendrik hat, wie ich erfuhr, eine Zeit von unter 2:40h stehen. Also dachte ich, dass es mit dem Sieg ohnehin heute nichts würde.
So brachte ich noch in aller Ruhe etwas Flüssigkeit weg, die ich nicht den Berg mit hochschleppen wollte, und schloss wieder zu Marco auf. Er fühlte sich nicht mehr so entspannt und ich lief für mich alleine in meinem Tempo weiter. Nach gut 27km sah ich, dass der Abstand zum Führenden gar nicht so groß war (1-2Min. vielleicht), und vor allem nicht größer wurde. Meine Beine fühlten sich noch recht locker an und ich ahnte, dass ich noch einige Reserven hatte - die wollte ich aber möglichst schonen und so konnte ich nur an den Anstiegen peu a peu etwas gut machen, bergab eher nicht. Bei 38km waren wir dann gleichauf - das war dann auch am letzten Huckel in Witten. Bis runter zum See liefen Jan-Hendrik und ich dann gemeinsam und ich dachte: "Ach, mal sehen, ob er noch etwas schneller mitgeht". Einen Schlusssprint wollte ich nämlich sicher nicht. Ging er nicht. Ich konnte die letzten Kilometer noch im 3:40-3:50-Tempo machen und in 2:47:34 Std. mit rund 2 Minuten Vorsprung gewinnen. Sehr schön! Nun hoffe ich nur, dass alles nicht so viel Körner gekostet hat und ich eher für Frankfurt noch das "nötige Bisschen" rausholen konnte, statt mich platt zu laufen. Mal sehen! (Klaus Eickel)